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Visite

Dr. Schwan: "Gut, das ist heute also Ihre erste Visite. Ich stelle Ihnen ganz kurz die Patienten vor, die in diesem Zimmer liegen, danach gehen wir die neuen Befunde und Untersuchungsergebnisse der Patienten durch und danach besuchen wir die Patienten. In diesem Zimmer liegen Frau Müller und Frau Gustav. Frau Müller wurde vor zwei Tagen mit hohem Fieber, Husten Luftnot und Schmerzen beim Atmen vom Hausarzt eingewiesen. Wir machten ein Röntgenbild in dem eine Lobärpneumonie im linken Unterlappen zu sehen war. Das Sputum wurde eingeschickt und die Patientin zunächst mit einer kalkulierten Antibiotikumtherapie behandelt.

Dann schaue ich erstmal in die Kurve....ah ja gut das Fieber ist schon etwas gesunken, die Leukozyten und das CRP auch. Sie sind aber nach wie vor deutlich erhöht.

"Schwester Bernhild, eigentlich müßte der Befund aus der Mikrobiologie schon da sein. Haben Sie ihn schon gesehen?"
Schwester Bernhild: " Ja, der Befund müßte eigentlich in der Kurve liegen."
Dr. Schwan: "Ach ja, da ist er ja auch, gut es sind Pneumokokken und sie sind sensibel gegenüber dem Antibiotikum, das wir verwendet haben. Wir können dann die Therapie so weiterführen.

 

Frau Gustav kam vor 10 Tagen mit unklaren kolikartigen Schmerzen, und einem Ikterus in die Rettungsstelle. Sie hat bekannterweise Gallensteine und im Ultraschall wurden dann noch Steine im Gallengang festgestellt. Es wurde versucht, die Steine im Gang mittels der ERCP zu entfernen. Jetzt ist die Patientin beschwerdefrei, aber wir haben ihr geraten, die Gallenblase entfernen zu lassen und für diese Woche eine chirurgische Konsil angemeldet. Gut ich denke, dann können wir in das Zimmer gehen.... "

Dr. Schwan: " Guten Tag Frau Müller, ich habe heute einen jungen Kollegen mitgebracht Herr Klausen. Wie geht es Ihnen?"
Frau Müller: " Mir geht es schon besser. Ich fühle mich noch sehr schlapp und krank, aber wenigstens habe ich keine Atemnot mehr."
Dr. Schwan: "Das hört sich doch schon mal sehr gut an. Auch die Laborergebnisse sind ganz erfreulich. Wir führen die Therapie einfach so weiter."
Frau Müller: "Wie lange muß ich denn noch im Krankenhaus bleiben?"
Dr. Schwan: "Die Tabletten sollten Sie mindestens 10 Tage nehmen. Sie müssen aber nicht unbedingt die ganze Zeit hier im Krankenhaus bleiben. Es sollte es Ihnen aber wieder richtig gut gehen, damit sie zu Hause zurecht kommen. Außerdem wäre es gut nach 10-14 Tagen ein Kontrollröntgenbild anzufertigen, um Komplikationen rechtzeitig zu erkennen. Ich denke, es wäre schon gut für sie, wenn sie bis anfang nächster Woche bei uns bleiben und sich in aller Ruhe erholen. Wir warten dann erstmal ab, wie es Ihnen bis dahin geht, dann werde ich mit Ihrem Hausarzt sprechen und die ambulante Weiterbetreuung absprechen. Einverstanden?"
Frau Müller: "Ja, gut vielen Dank Herr Doktor."

Dr. Schwan: "Frau Müller haben Sie etwas dagegen, wenn der junge Kollege mal Ihre Lunge abhorcht?"
Frau Müller: "Aber nein, natürlich nicht."
Marek Klausen: "Frau Müller, würden Sie sich dann bitte an die Bettkante setzen und den Oberkörper freimachen? Soll ich Ihnen dabei helfen?"
Frau Müller: "Nein, nein, ich mache das schon! Einen Moment bitte."
Marek Klausen: "Zunächst möchte ich Ihre Lunge perkutieren. Dazu bitte ganz normal ein- und ausatmen, bitte. Und jetzt mal bitte die Luft anhalten ....gut und normal weiteratmen. Jetzt möchte ich die Lunge abhorchen. Dazu bitte mit offenem Mund tief ein- und ausatmen. Falls Ihnen schwindlig werden sollte, sagen Sie bitte sofort Bescheid."
Frau Müller: "Gut (sie atmet tief ein und aus).
Marek Klausen: "Vielen Dank, Frau Müller. Ich bin fertig. Sie können wieder normal atmen und sich anziehen."

Dr. Schwan: "Guten Morgen Frau Gustav, das hier ist mein junger Kollege Herr Klausen. Wie geht es ihnen?
Frau Gustav: "Sehr gut, wann kommt denn der Chirurg?"
Dr. Schwan: "Wahrscheinlich heute am Nachmittag."
Frau Gustav: "Gut, dann warte ich. Ist die Operation denn wirklich notwendig? Und ist es nicht gefährlich?"
Dr. Schwan: "Die Operation ist sicherlich jetzt im Moment nicht absolut notwendig, um Ihr Leben zu retten. Allerdings können die Schmerzen d.h. die Gallenkollik jederzeit wieder auftreten. Es ist sogar sehr wahrscheinlich, daß sie wieder auftreten. Außerdem besteht das Risiko, daß sich die Gallenblase und die Gallengänge entzünden und dann könnte sehr schnell eine bedrohliche Situation eintreten. Das Operationsrisiko ist viel geringer, wenn sie nicht erst warten, bis Komplikationen eingetreten sind. Der Chirurg wird aber noch einmal ganz genau mit Ihnen über die Risiken der Operation sprechen und natürlich auch darüber, was wahrscheinlich passiert, wenn sie sich nicht operieren lassen, ok?"
Frau Gustav: "Die Schmerzen waren schrecklich. So etwas möchte ich eigentlich so schnell nicht wieder erleben. Ich werde den Chirurg noch einmal genau fragen."
Dr. Schwan: "Also dann, bis morgen."

Dr. Schwan: "Jetzt kommen wir also zum nächsten Zimmer, hier liegt Herr Schmidt. Sie haben den Patienten doch aufgenommen und untersucht, wollen Sie mir den Patienten nicht vorstellen?"

 

Aufgabe

Schreibe eine kurze Patientenvorstellung von Herrn Schmidt, wie sie z.B. bei einer Visite angebracht wäre.

 


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