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Die Entlassung

Dr. Schwan: Herr Klausen, der Herr Schmidt kann morgen entlassen werden. Sie haben die Anamnese und den Status gemacht? Wie wäre es, wenn Sie auch den Arztbrief für den Hausarzt schreiben?
Marek Klausen: Ich gaube das wäre gut für mich, aber ich habe so etwas noch nie gemacht.
Dr. Schwan: Im Prinzip ist das ganz einfach. Es ist wichtig, so kurz und verständlich wie möglich den weiterbehandelnden Arzt zu informieren: Warum war der Patient im Krankenhaus? Was wurde gemacht? Wie hat er sich während des Krankenhausaufenthaltes entwickelt? Das sind also die Informationen über Diagnose, Therapie und Verlauf. Außerdem schlagen wir dem Hausarzt noch etwas zur Weiterbehandlung des Patienten vor. Im konkreten Einzellfall ist es aber oft sehr schwierig, das alles in Worte zu fassen. Selbst in der Muttersprache. Also nicht den Mut verlieren, auch wenn es beim ersten mal nicht so richtig funktionieren will.
Marek Klausen: "Gut, und was gehört alles in einen Arztbrief hinein?"
Dr. Schwan: "Zunächst eine Zusammenfassung der Beschwerden, wegen der der Patienten ins Krankenhaus gekommen ist. Ganz kurz werden dann die Eigenanamnese, die allgemeine Anamnese und die Sozialanmese dargestellt. Auch die wichtigsten Befunde der körperlichen Untersuchung werden erwähnt. Danach werden die Ergebnisse der apparativen Diagnostik zusammengetragen, zB. EKG- und Röntgenbefunde. Die Beschreibung von Therapie und Verlauf beginnen wieder mit den Beschwerden die zur Aufnahme geführt haben. Wichtig ist eine Diskussion der Differentialdiagnosen, und die sich daraus ergebenden Untersuchungen und Therapiestrategien. Dies alles sollte dann zu einem einheitlichen Bild der gestellten Diagnose führen, jedenfalls im Idealfall. Zuletzt beschreibt man noch den Krankheitsverlauf, mögliche Komplikationen und deren Behandlung sowie die Genesung. Falls durch die Untersuchungen Nebenbefunde erhoben wurden, ist es sinnvoll diese in einem eigenen Abschnitt zu erwähnen und unter Umständen ein weiteres Vorgehen zu empfehlen. Alles Klar?
Marek Klausen: Ok, ich versuche mein Glück....

Aufgabe

Schreiben Sie eine kurze Patientenvorstellung von Herrn Schmidt, wie sie z.B. bei einer Visite angebracht wäre.

 


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